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Projekt Eibach Lungern, 2012

Realisation geplant 2017

Ein Ort für Begegnung, Ruhe und Kraft


Projekt der Stiftung „Altä Chiläturm“ Lungern

Idee / Konzeption: Chris Aschwanden, Künstler


Ausgangslage und Gedanken:

Die Kraft des Wassers kann ungebündelt und ungezähmt zerstörerische Ausmasse annehmen und alles, was sich dieser Naturgewalt in den Weg stellt, zerstören. So auch das ehemalige Gelände der Kirche von Lungern.

Die Kraft des Wassers wird aber auch dazu benutzt, Erholung zu suchen, sich zu inspirieren, Kraft zu schöpfen, um sich zu sammeln. Schon bei den alten Griechen galt Wasser als Inspirationsquelle für Dichter und Denker. Niklaus von Flüe suchte für seine Pilgerstätte ebenfalls die Nähe zum Wasser, jenes der Melchaa im Flüeli-Ranft. Wasser befindet sich in Form von Weihwasser in jeder Kirche und stellt die Verbindung zwischen der profanen und der sakralen Welt dar.


Konzept:

Der Ausgangspunkt des Projektes bilden die Überschwemmungen des Eibaches, von welchen die Kirche viermal zwischen 1860 und 1887 heimgesucht worden ist. Dabei zerstörten die Wassermassen unter anderem das Beinhaus und das Kirchenschiff.

Das Wasser soll die Umrisse der von ihm niedergerissenen Bauten formen und zart umfliessen, indem es in Bahnen gelenkt sanft über den vergrabenen Grundmauern fliesst.


Ein Ort für Begegnung, Ruhe und Kraft entsteht:

Das Wasser und die Energie des Eibachs formen das zerstörte Schiff und das Beinhaus wieder. Der Eibach hatte sich viermal in der Vergangenheit ausgetobt und den Bewohnerinnen und Bewohnern von Lungern ihr Gotteshaus beraubt. Nun gibt er ihnen ein nach allen Seiten offenes Haus in Form von Wasserlinien zurück, das zum Verweilen, zur Andacht und zur Besinnung einlädt. Die gesamte Parzelle wird durch die Entfernung der Mauer und das Absenken der Gehsteige offener. Die wasserführenden Linien im Gelände und die Fortsetzung der Grundmauern über die Brünigstrasse mittels geflammten Granitsteinen werden von den passierenden Verkehrsströmen wahrgenommen, wirken verkehrsverlangsamend und wecken die Neugierde, das Gelände zu betreten. Die offen gehaltenen Flächen unterstützen zudem jegliche Art von Märkten, Theateraufführungen oder Begegnungsformen. Die drei Wassertreppen zwischen den beiden ins Gelände eingefügten Sitztribünen an der Rückseite der Parzelle laden ein, den See und die einzigartige Landschaft zu geniessen.